Kirschen – so schmeckt der Sommer

Was wäre ein Sommer ohne Kirschen – und wer verbindet mit diesem Steinobst keine schönen Kindheitserinnerungen? Zu Recht – denn Kirschen schmecken einfach köstlich. Darüber hinaus sind sie gesund, fettarm und stecken voller Vitamine.

Sorten, Erntezeit und Verwendung

Wir unterscheiden zwischen Süß- und Sauerkirschen, wobei die süße Variante eindeutig beliebter ist. Die Süßkirschen unterteilt man in die weichfleischigen Herzkirschen und die festfleischigen Knorpelkirschen. Sie variieren in der Größe und in der Farbe von gelbrot bis beinahe schwarz. Die Sauerkirschen teilt man in Morellen und Amarellen ein – mit ebenfalls hellem bis dunklem Fruchtfleisch.

Kirschen werden von Mai / Juni bis August reif geerntet und sollten zügig gegessen werden, denn sie sind nur wenige Tage haltbar. Zwei bis drei Tage halten sie sich im Kühlschrank, dann werden sie braun und ungenießbar. Ihre Verwendung ist vielseitig: Kirschen werden zu Marmelade, Kompott, Saft oder Kuchen verarbeitet, man kann sie gekocht und eingedickt zu Waffeln reichen oder aber roh und frisch vom Baum essen. Eine Vitaminspritze für den Körper sind sie allemal.

 

Die Nährstoffe im Überblick

Kirschen schmecken superlecker und haben trotzdem wenige Kalorien – 100 Gramm Sauerkirschen haben gerade einmal 22 Kalorien; Süßkirschen haben auf 100 Gramm 52 Kalorien. Unter der Haut der Kirschen steckt viel Gesundes:

  • B-Vitamine – sind wichtig für den Energiestoffwechsel und das Nervensystem
  • C-Vitamine – unterstützen das Immunsystem
  • Folsäure – unterstützt die Zellteilung und die Zellneubildung
  • Eisen – ist wichtig für die Blutbildung

Außerdem: Kirschen sind reich an Beta-Carotin, Kalium, Calcium und Magnesium und sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken.

 

Zwei Ammenmärchen, die sich hartnäckig halten

Das alte Gerücht, Kirschen und Wasser würden Bauchschmerzen verursachen, ist mittlerweile widerlegt. Bauchweh bekommt höchstens, wer zu viele Kirschen isst, denn wie jedes Obst und Gemüse verursachen sie in großen Mengen Blähungen.

Ein weiteres Gerücht bezieht sich auf das versehentliche Verschlucken von Kirschkernen: Angeblich soll der Kern auf keinen Fall verschluckt werden, da er in einer Ausbuchtung des Darms hängenbleiben und eine Blindarmreizung hervorrufen kann. Auch dies ist nichts anderes als ein Ammenmärchen.

 

Was du über Kirschen wissen solltest

Vor dem Verzehr solltest du die Kirschen im stehenden Wasser vorsichtig waschen, da die dünne Haut unter dem fließendem Wasserstrahl schnell aufplatzt. Der harte, rosinengroße Kern der Kirschen kann einfach ausgespuckt oder anders entfernt werden. Wenn du die Kerne sammelst und im heißen Wasser abwäschst, kannst du sie zum Beispiel in ein kleines Kissen einnähen. Im Backofen erwärmt oder im Kühlschrank gekühlt wird aus deinem Kirschkernkissen ein Wärmekissen beziehungsweise ein Kühlbeutel für schmerzende Stellen.

 

So kannst du Kirschen verarbeiten

Wenn du frische Kirschen nicht alle auf einmal essen willst, kannst du sie einfrieren oder einkochen. Dazu solltest du die Früchte erst entsteinen und abtropfen lassen, dann auf ein Tablett legen und vorgefrieren. Anschließend in den Gefrierbeutel geben und vollständig gefrieren. Wenn du die Kirschen beim Kochen zusätzlich mit Speisestärke andickst, schmecken sie besonders gut zu Waffeln oder Vanilleeis.

 

Starte mit dem Kirsch-Fitness-Drink in den Tag!

Kirschen lassen sich toll zu Shakes verarbeiten. Probiere doch mal zum Frühstück folgenden Power-Drink:

  • 250 Kirschen (entkernt)
  • 1 Banane
  • 250 ml Mandelmilch

Alles im Mixer mischen – und genießen. Wenn Du es gerne frischer magst, kannst du statt Mandelmilch auch Buttermilch nehmen und den Drink mit dem Saft von einer halben Zitrone verfeinern.

21. Juli 2016
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