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Jede Bewegung tut gut: Clubinhaberin Anke Schrimpf berichtet über die positive Wirkung des Trainings nach Brustkrebs

„Joggen während der Chemo ist wie Laufen im Kettenhemd.“ Anke Schrimpf (42) weiß, wovon sie spricht. 2015 erhielt sie die Brustkrebsdiagnose. Die Inhaberin von drei Mrs.Sporty Clubs in Witten und Dortmund hat erlebt, wie die Krankheit und die Therapie das Leben verändern. Und sie hat an sich selbst erfahren, was in dieser Zeit guttut und Frauen hilft, sich wieder wohlzufühlen und zu erholen: „Beweg dich, komm in die Aktion und denk an dich.“

„In der Onkologie hat man uns gesagt, wir sollten uns bewegen so viel wir können. Und tatsächlich: Es geht einem besser, wenn man sich aufgerafft hat.“ Trainieren im Club, laufen, reiten, tanzen – nach der ersten Chemo ging nichts mehr. Da Anke Schrimpf sich immer gerne bewegt hat, rafft sie sich nach zwei, drei Wochen erneut auf. Beim Zirkeltraining im Club ist nach zehn Minuten Schluss. Beim Joggen tut ihr alles weh, sie bekommt Atemnot. Also beginnt sie zu walken. Da auch das zu anstrengend war, ging sie mit ihren beiden Hunden spazieren.

Motivation durch mehr Wohlbefinden

Sie merkt: Jede Bewegung tut gut. Die Muskelverspannungen werden gelöst, sie bekommt immer mehr Luft, fühlt sich wieder wohler in ihrer Haut. Das motiviert. Da sie, wie die meisten Frauen, durch die Behandlung zugenommen hat, hofft sie, durch das Training auch das Gewicht wieder in den Griff zu bekommen. Allmählich kann sie ihr Pensum steigern, trainiert länger im Zirkel, beginnt wieder zu walken, dann schließlich zu joggen. Ein Jahr dauert es, bis sie ansatzweise wieder so fit ist wie vor der Erkrankung.

Weniger Nebenwirkungen durch Training

Da sie im Club offen über ihre Krankheit spricht, öffnen sich auch die Mitglieder. Sie erfährt von anderen Frauen, wie sehr ihnen Sport während der Krankheit geholfen hat: „Die Frauen berichteten mir, dass viele Nebenwirkungen der Therapie durch das Training gemildert wurden, wie beispielsweise Fatigue, Luftnot, Knochenschmerzen oder Wechseljahresbeschwerden. Aber auch die positive Aufnahme im Club habe ihnen gutgetan: die positive Bestätigung, ein nettes Wort, ein Lob über das Aussehen, auch wenn das vielleicht gar nicht stimmte. Das stärkt auch das Selbstwertgefühl, das nach der Diagnose und Therapie meist ziemlich angekratzt ist.“ Das bestätigt auch Susanne Westermann (58), ein Mitglied in Anke Schrimpfs Club. „Ich war oft so erschöpft, dass ich keine Energie mehr hatte. Da hat mein Mann mich gedrängt, mich zu bewegen. Tatsächlich hat mir das immer gutgetan und sehr geholfen. Danach habe ich mich körperlich und psychisch besser gefühlt. Mittlerweile genieße ich schon seit einigen Jahren die positive Wirkung des Trainings im Club.“

Training für Körper und Psyche

Auch in der Onkologie spricht Anke Schrimpf mit vielen Frauen: „Man konnte erkennen, wer dem Rat der Ärzte gefolgt ist und Sport gemacht hat und wer nicht. Denen, die sich bewegt haben, ging es besser als den anderen.“ Obwohl es bisweilen schwerfällt, sich aufzuraffen: Das gute Gefühl danach motiviert. Das bestätigt auch Susanne. „Gerade die Gemeinschaft hier im Club unter Frauen macht es einem sehr einfach. Man muss sich für nichts schämen. Auch ich mit meiner Brustamputation, habe mich hier sofort willkommen und aufgehoben gefühlt.“

Maßgeschneiderte Trainingspläne für jede Frau

Wie wichtig die individuellen Trainingspläne sind, weiß Anke Schrimpf seit ihrer Erkrankung ebenfalls aus eigener Erfahrung: „Ich hatte massive Probleme, mein Gleichgewicht zu halten. Daher sah mein Trainingsplan viele Gleichgewichtsübungen vor.“ Offene Gespräche sind die Voraussetzung dafür, dass die Trainingspläne individuell auf jede einzelne Frau und das Stadium ihrer Krankheit und Therapie abgestimmt werden können. „Meine Trainerinnen stellen daher den Frauen viele Fragen. Die wiederum sind erleichtert, dass sie bei uns offen über ihr Krankheit sprechen können, fühlen sich aufgehoben.“

An sich selbst denken und sich akzeptieren lernen

Frühzeitig offen über die Krankheit zu sprechen ist für Anke Schrimpf ohnehin ein wichtiger Schlüssel zum Wohlbefinden: „Nur durch offene Gespräche können die Frauen die Unterstützung erhalten, die sie in dieser Zeit brauchen.“ Ansonsten rät Anke Schrimpf den Frauen, mehr an sich selbst zu denken: „Denk nicht zuerst an andere, opfere dich nicht für deine Familie auf, sondern denk an dich und tu, was dir guttut. Lerne Nein zu sagen und Hilfe anzunehmen. Orientiere dich nicht an fremden Maßstäben. Akzeptier dich und lerne dich lieben. Auch, wenn dein Körper sich durch die OP und die Chemo verändert hat.“

Gesunde Ernährung statt Stress durch Krebsdiät

Auf sich selbst zu hören ist auch ihre Empfehlung bei der Ernährung. „Halte dich nicht an strenge Ernährungsvorgaben. Das bringt nur zusätzlichen Stress. Ernähre dich gesund und ausgewogen.“ Das empfiehlt sie auch all jenen, die Tipps für die Prophylaxe haben möchten: „Nicht rauchen, kein Alkohol, kein Übergewicht, dafür Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen durch den Arzt, aber auch durch eigenes Abtasten der Brust.“ 

Möchtest auch du andere Mitglieder mit deiner Erfolgsgeschichte begeistern und motivieren, dann erzähle uns von deinem Erfolg hier bei Mrs.Sporty .
Wir sind gespannt auf deine persönliche Geschichte!

 

 

 

12. Oktober 2018
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