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Tag des Schaumbades mal anders

Heute ist der „Tag des Schaumbades“, und Sabrina hat mich gefragt, ob ich Lust hätte einen schönen Artikel für Euch zu gestalten. Hochmotiviert habe ich angefangen mir dazu Infos im Internet zu suchen.

 Zwischen selbstgemachten Badekugeln und Beautytipps findet man dazu gerade in sozialen Medien immer zwei typische Fotos: entweder ein Quietscheentchen in der Wanne, oder folgende „Szene“: Ein tolles Badezimmer.

 Das Licht ist leicht gedimmt. Eine Badewanne voller Schaum. Der Badewannenrand ist gesäumt von Teelichtern, Duftkerzen, manchmal auch Blütenblättern. In der Wanne selbst eine junge Frau! Ihre leicht gebräunte Kniespitze blitzt zwischen dem Schaum aus dem Wasser heraus. Ihre Haare sind zu einem Dutt hochgesteckt, ihr Gesicht ist dezent geschminkt. In einer Hand hält sie ein Buch, in der anderen ein Glas Wein.

 Aha, so sieht also der „Tag des Schaumbades“ aus. Gedanklich versuche ich, mir auch so einen tollen Tag zu planen. Ich fange im Badezimmer an: mein Badewannenrand ist belagert von diversen Seifen, Duschgels, Shampoo und Spülungen, meinem Nass-Rasierer, dem Rasierschaum und einem Bims-Stein. Ich habe das Volumen-Shampoo, meine Tochter benutzt, die Traumlocken-Variante und mein Mann steht auf sportliche Düfte, da kommt einiges zusammen.

 Ich verbringe also erst einmal eine halbe Stunde damit alles weg zu räumen, um Platz für die Teelichter und Blütenblätter zu machen. Während das Wasser einläuft und ich auf genug Schaum meines Badezusatzes hoffe, stecke ich mir die Haare hoch und stelle fest dass es verdammt schwierig ist die Haare so zu frisieren, dass sie nach „nicht frisch frisiert“ aussehen! Soll ja so aussehen, als ob ich mich nach einem langen Arbeitstag zur Entspannung in die Wanne geschwungen habe!

 Schnell noch ein dezenter Lidschatten und bisschen Mascara – fertig! Vorsichtig tauche ich meinen Zeh in das Wasser um festzustellen, dass das Wasser viel zu heiß ist! Ich verbringe also erst noch ein paar Minuten damit, kaltes Wasser nachlaufen zu lassen.

 Und dann geht es los: nach nur wenigen Minuten im warmen Nass habe ich es geschafft Rosamunde Pilchers „Die Muschelsucher“ in der Wanne zu versenken! Ich wollte mich anders hinsetzen und da mein öliger Badezusatz meinen Badetempel in eine Rutschbahn verwandelt hat, habe ich unfreiwilligerweise eine 90 Grad Drehung gemacht, welche mir mein Buch aus der Hand katapultiert hat! Toll!

 Naja, ich habe ja noch den Wein. Den gönne ich mir ganz genüsslich, lächelnd und dezent geschminkt, in meiner kleinen Wohlfühloase! Wirklich entspannend so ein Schaumbad.

 Die Zeit verfliegt, meine Haut sieht verschrumpelt aus, ich steige aus der Wanne. Während mein großer Zeh den Badewannenvorleger auf den Fliesen sucht merke ich, dass das warme Wasser und der Rosé meinem Kreislauf nicht wirklich einen Gefallen getan haben.

 Ich verfehle den Vorleger und beim Berühren der Fliesen mit meinem nassen Fuß, habe ich das Gefühl, man hätte mir eine Bananenschale vor die Wanne gelegt! Immer noch gedanklich sehe ich mich in Zeitlupe splitterfasernackt im Badezimmer durch die Luft fliegen! Die Landung erfolgt sogleich, sehr schmerzhaft auf meinem Allerwertesten!

 Da liege ich nun: nass, glitschig, leicht beschwipst, mit Schmerzen im Steißbein, komme nicht mehr hoch und überlege, was ich meinen Mann erzähle, wenn ich ihn gleich zur Hilfe rufen muss ….. und STOPP! Hier endet mein Gedankenspiel!

Ja, ich werde wirklich den „Tag des Schaumbades“ feiern. Aber ganz so wie immer: ich räume nicht auf, ich dekoriere nicht, ich mache mich nicht hübsch und trinke auf keinen Fall Alkohol! Ich mache das, was ich schon als Kind so gerne gemacht habe: einfach in der Wanne rumliegen und mit meiner Schaumburg spielen!

Eure Steffi :-)

08. Januar 2021
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