Rhabarber – hol dir den Säurekick

Ein Gemüse, das nach Obst schmeckt: Rhabarber gehört wie Sauerampfer zur Familie der Knöterichgewächse und ist aus der traditionellen Frühlingsküche nicht wegzudenken. Die langen, grünen bis roten Stangen werden meist für süße Gerichte wie Kuchen, Aufläufe oder Kompott verwendet. Als Chutney passt Rhabarber auch gut zu Fleisch oder Käse-Gerichten und gibt ihnen eine süß-säuerliche Kontrastnote. Am besten und mildesten schmeckt der sogenannte Himbeer-Rhabarber mit knallroten Stangen.

Rhabarber hat von April bis Juni Saison, danach sollte er nicht mehr geerntet werden, da die Pflanze Oxalsäure anreichert. Deren Gehalt steigt über den Sommer an. Frischen Rhabarber erkennst du daran, dass die Stangen fest sind und glänzen. Das süß-saure Gemüse ist nur in gegarter Form genießbar. Es ist äußerst kalorienarm – 100 Gramm enthalten nur 21 Kalorien – und reich an Mineralstoffen und Vitamin C.

Die Nährstoffe im Überblick

Kalium – reguliert den Wasserhaushalt
Eisen – ist verantwortlich für die Bildung von roten Blutkörperchen und den roten Blutfarbstoff
Phosphor – stärkt das Nervensystem
Vitamin C unterstützt den Energiestoffwechsel und das Immunsystem

Außerdem: Rhabarber enthält verdauungsfördernde Ballaststoffe und Fruchtsäuren wie Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Letztere ist allerdings für den Körper in größeren Mengen giftig. Ein Zuviel an Oxalsäure kann zu Nierensteinen führen und greift zudem den Zahnschmelz an.

Gut zu wissen

Die Blätter vom Rhabarber enthalten sehr viel Oxalsäure- Diese solltest du daher auf keinen Fall gegessen werden. Verwende Rhabarber nur geschält und gegart. Dazu entfernst du die Stielenden mit einem Messer und ziehst die faserige Haut ab. Durch das Kochen wird die enthaltene Oxalsäure abgemildert. Das Kochwasser solltest du wegschütten. Zusätzlich hilft es, nur den rötlichen Teil der Stiele zu verwenden und gegebenenfalls den Rhabarber zusammen mit einem Milchprodukt zu genießen.

So hält sich Rhabarber frisch

Im Kühlschrank hält sich frischer Rhabarber ca. drei Tage. Du solltest ihn allerdings in ein feuchtes Tuch einwickeln und nicht neben Äpfeln, Bananen oder Tomaten lagern, da er sonst schneller verdirbt. Geschält und in Stücke geschnitten lässt sich Rhabarber auch gut Einfrieren.

Rhabarber mal anders

Neben Rhabarberkompott bringt vor allem ein Chutney aus Rhabarber gesunde Abwechslung auf den Tisch. Putze hierzu 400 Gramm Rhabarber und schneide ihn in kleine Stücke. Brate in ein wenig Olivenöl drei kleine Zwiebeln, ein Stück gehackten Ingwer, ein Stück Knoblauch sowie eine halbe klein gehackte Chilischote an. Füge dann den Rhabarber hinzu und lasse alles zehn Minuten köcheln. Dann kannst du 40 Gramm Zucker und drei Esslöffel Essig unterrühren und alles nochmals gut 20 Minuten köcheln lassen. Das Chutney ist eine leckere Ergänzung zu vielen Fleischgerichten, aber auch sehr lecker zu Käse.  

24. März 2016
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