Pastinaken – Traditionsgemüse wiederentdeckt

Unsere Serie "Powergemüse und Vitaminbomben"

Pastinaken gelten als Kreuzung zwischen Möhre und Petersilie. Im Aussehen ähneln sie der Petersilienwurzel, mit der sie leicht verwechselt werden können. Allerdings sind sie deutlich milder als diese und haben eher die leichte Süße der Möhre.

Pastinaken sind ein traditionelles Wintergemüse. Sie werden von Oktober bis Frühjahr angeboten. Ihr volles Aroma entfalten sie durch den ersten Frost, der sie milder und süßer macht. Früher gehörten Pastinaken zu den Grundnahrungsmitteln, bevor sie von Möhren und Kartoffeln verdrängt wurden. Da sie so gesund und bekömmlich sind, hat die Vollwertküche sie vor einigen Jahren wiederentdeckt.

Wandelbar und vielseitig

Beliebt sind Pastinaken wegen ihrer vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten. Du kannst sie zubereiten wie Möhren oder Kartoffeln: Du kannst sie kochen oder roh essen. Wenn du sie braten möchtest, solltest du nur vorsichtig sein, da sie schnell bitter werden, wenn man sie zu stark anbrät. In England werden sie oft zu Püree verarbeitet, in Deutschland sind sie ein beliebter Bestandteil von Suppen. Du kannst sie aber auch als Gemüsebeilage servieren. Übrigens schmecken Pastinaken auch kombiniert mit Kartoffeln und Möhren besonders gut, beispielsweise als Eintopf, Suppe oder Püree.

Die Nährstoffe im Überblick

Mache Pastinaken wegen ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zum Bestandteil deiner gesunden Ernährung sein: Sie enthalten mehr Kalium, Proteine und Vitamin C als Möhren und dabei wesentlich weniger ungesundes Nitrat.

  • B-Vitamine: Vitamin B1 regelt die Verwertung der Kohlenhydrate, damit diese in Glukose umgewandelt werden. Vitamin B2 ist wichtig für den Stoffwechsel und sorgt dafür, dass ausreichend Sauerstoff ins Blut gelangt. Vitamin B6 regelt den Eiweißstoffwechsel.
  • Folsäure gehört auch zu den B-Vitaminen und ist wichtig für die Zellteilung und die Blutbildung.
  • Inulin trägt zu gesunden Knochen bei, da es die Aufnahme von Calcium und Magnesium verbessert. Der Mineralstoff wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und trägt dazu bei, dass sich gesunde Darmbakterien ansiedeln. Da Inulin den Blutzucker nicht beeinflusst, sind Pastinaken ein gesundes Gemüse für Diabetiker.
  • Kalium sorgt für die Weiterleitung von Nerven- und Muskelimpulsen. Außerdem reguliert der Mineralstoff den Blutdruck und schützt das Herz.
  • Magnesium ist wichtig für ein harmonisches Zusammenspiel von Nerven und Muskeln und für die Sauerstoffversorgung der Zellen. Es weitet die Gefäße, senkt auf diese Weise den Blutdruck und verhindert Durchblutungsstörungen.
  • Pektin transportiert Cholesterin aus dem Darm und schützt die Gefäße
  • Provitamin A fördert das Zellwachstum, hat eine positive Wirkung auf das Immunsystem und ist gut für die Sinne, vor allem für den Sehsinn.
  • Vitamin C stärkt das Immunsystem und beschleunigt die Wundheilung.
  • Vitamin E schützt vor freien Radikalen.
  • 100 g Pastinaken besitzen nur 59 Kalorien. Wegen ihrer hohen Ballaststoffdichte macht das Wintergemüse zudem lange satt.
  • In der Heilkunde wird ein Pastinaken-Teeaufguss bei Magenschmerzen, Schlaflosigkeit und Fieber empfohlen.
Gut zu wissen

Die Blätter der Pastinake können wie Kohlrabi-Blätter gut zum Würzen genutzt werden. Allerdings lösen die Berührung bei empfindlichen Personen leicht allergische Hautreaktionen aus. Alternativ passen zu Pastinaken Anis, Fenchelsamen, Koriander, Petersilie und Honig.

Richtig gekauft und gut gelagert

Achte beim Kauf auf ein festes glattes Äußeres. Kleine Pastinaken sind zarter als große Exemplare, die schnell holzig werden können. Ein deutliches Zeichen von Frische sind auch saftige und kräftig grüne Blätter. Kühl und trocken kannst du Pastinaken einige Tage lagern, idealerweise bei unter 2 Grad. Im Kühlschrank solltest du sie mit einem feuchten, aber nicht zu nassen Tuch bedecken. Auch einfrieren kannst du Pastinaken sehr gut. Wenn du sie reinigst, klein schneidest, 1 bis 2 Minuten blanchierst und dann tiefkühlst, sind sie bis zu einem Jahr haltbar.   

Lust bekommen auf das viel zu lang vergessene Wintergemüse? Dann probier‘ die leckere

Pastinakensuppe
  • 500 g Pastinaken
  • 1 Lauchstange
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 EL Curry-Pulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 10 g Korianderblätter
  • 1 TL Butter
  • Salz, Pfeffer

Lauch und Pastinaken in der zerlassenen Butter 5 Minuten dünsten. Currypulver und Kreuzkümmel zufügen und kurz mitdünsten. Gemüsebrühe zugießen und das Gemüse zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles pürieren, salzen, pfeffern und mit Koriander bestreuen. Wer es cremiger mag, kann ein wenig Sahne ergänzen.

07. Januar 2016
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