Fit in jeder Lebenslage – Zeitumstellung

Zeitumstellung wirkt sich oft wie ein Mini-Jetlag aus

Halbjährlich wird in Deutschland die Zeit umgestellt. Die Umstellung erfolgt im Frühjahr von Winter- auf Sommerzeit und im Herbst von Sommer- auf Winterzeit.

Die Sommerzeit stellen wir immer am letzten Sonntag im März um. Dabei werden die Uhren eine Stunde vorgestellt: In der Nacht von 02:00 auf 03:00 Uhr. Unsere Nacht ist somit eine Stunde kürzer. Die Winterzeit stellen wir immer am letzten Sonntag im Oktober eine Stunde zurück: In der Nacht von 03:00 auf 02:00 Uhr. Unsere Nacht ist dann eine  Stunde länger.

Um die Helligkeit des Tags optimal zu nutzen und weniger Energie für künstliches Licht zu verbrauchen, führen wir im Sommer die Umstellung der Uhr durch. In Deutschland wurde dies 1980 eingeführt und 1996 um einen Monat verlängert, dass eine Vereinheitlichung innerhalb der Europäischen Union gewährleistet ist. Sommerzeit wird Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) und Winterzeit Mitteleuropäische Zeit (MEZ) genannt. Zudem ist Winterzeit ebenfalls unter Normalzeit bekannt.

 

Wann vor und wann zurück – Zeitumstellung leicht gemerkt

Zum Umstellen der Zeit, gibt es viele Merksprüche. Eine kleine Auswahl haben wir hier für dich zusammengetragen:

  • Im Frühjahr werden die Gartenmöbel vor das Haus gestellt und im Herbst wieder zurück.
  • Im Sommer zeigt das Thermometer plus und im Winter minus.
  • Vorne im Jahr werden die Uhren vorgestellt, hinten im Jahr zurückgestellt.
  • Im Frühjahr muss man früher aufstehen.

Zeitgedrehe stört deinen innerer Rhythmus

Die Sonne, beziehungsweise der Wechsel von Hell und Dunkel, hat Einfluss auf deinen Rhythmus. Wenn es dunkel ist wirst du müde und umgekehrt wach, wenn es hell ist. Dieser Hell-Dunkel-Rhythmus beeinflusst unter anderem die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Besonders bei Dunkelheit wird das Hormon Melatonin ausgeschüttet, sodass es deine Aktivität am Abend senkt und dich schläfrig macht.

Meist macht dir die Zeitumstellung im Herbst, wenn du eine Stunde mehr bekommst, weniger aus. Hingegen wirkt sich die Umstellung im Sommer immer auf deine „innere Uhr“ aus, weil dein Körper aus seinem natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus gerissen wird. Mit einer Stunde weniger Schlaf auszukommen, verursacht meist mehr Probleme als der Wechsel zur Winterzeit. Die Umstellung zur Sommerzeit hat eine ähnliche Auswirkung wie Jetlag und wird deshalb auch gern als Mini-Jetlag beschrieben.

Besonders auf Menschen mit Schlafstörungen wirkt sich diese Veränderung negativ aus. Doch auch ohne bestehende Schlafprobleme können Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und eventuell auch eine erhöhte Reizbarkeit auftreten.

 

Bringe deine biologische Uhr ins Gleichgewicht

Bis du an die neuen Zeitverhältnisse gewöhnt bist, können mehrere Tage vergehen, weil dein Körper die Ausschüttung von Melatonin noch nicht umgestellt hat. Die benötigte Dauer ist jedoch immer individuell. Verzichte in dieser Umstellungszeit auf einen Mittagsschlaf und bleibe wach, auch wenn du müde bist.

 

Als Einschlafhilfe nutzen viele das berühmte „Schäfchenzählen“. Um dir den Wechsel zur Sommerzeit zu Erleichtern, haben wir noch ein paar weitere nützliche Tipps für dich:

  • Gehe an den Tagen vor der Uhrumstellung jeden Tag etwas früher ins Bett – dabei reicht schon eine Viertelstunde pro Tag aus.
  • Versuche an den Abenden vor der Sommerzeit auf helles Licht zu verzichten, da es deine innere Uhr nachstellt – dies gilt auch für helles Kunstlicht.
  • Verschiebe deine Mahlzeiten stückchenweise nach vorne – vermeide zudem kohlenhydratreiche Lebensmittel.
  • Lasse morgens helles Licht in deine Wohnung, denn es hilft dir, deine innere Uhr vorzustellen.
  • Ein Spaziergang am Morgen im Tageslicht wirkt wahre Wunder.

 

Für den Wechsel in die Winterzeit, drehst du unsere Tipps um:

  • An den Tagen vor der Winterzeit gehst du jeden Tag etwas später ins Bett – auch hier ist eine Viertelstunde pro Tag ausreichend.
  • An den Abenden zuvor tankst du helles (Kunst-)Licht, um dich nach der Umstellung besser anpassen zu können.
  • Deine Mahlzeiten solltest du versuchen nach hinten zuschieben – eiweißreiche Nahrungsmittel helfen.
  • Lasse morgens helles Licht in deine Wohnung, um deine innere Uhr vorzustellen.
  • Ein Spaziergang, möglichst abends, hilft dir, dich an den neuen Zeitrhythmus zu gewöhnen.

 

Egal, ob die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit oder von Winter- auf Sommerzeit erfolgt: Um deine Gesundheit musst du dich nicht sorgen, denn gravierende gesundheitliche Probleme gehen mit der Zeitumstellung nicht einher.

Bleibe entspannt, auch wenn dich der Mini-Jetlag zweimal im Jahr ärgert.

25. März 2017
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